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Seifenherstellung

Von der Idee bis zur Seife …..

….. sind es viele Arbeitsschritte. Beginnen tut es immer mit einer Idee. Entweder von mir selbst oder aus Wünschen, Kritiken und Anmerkungen meiner Kunden. Denn das sind unschätzbare Erfahrungswerte. Oder ein Händlerkollege schildert mir seine Vorstellungen und ich setze sie um.

Wenn das erste Rezept aus dem Kopf raus auf’s Papier gebracht wurde, siede ich einen Versuchslaib Seife. Ich bevorzuge die Kaltverseifung, da es einfach schonender für die Inhaltsstoffe der Öle und Fette ist. Das bedeutet, Fette und Öle werden geschmolzen, Natronlauge wird gemäß der der Verseifungszahlen berechnet und angerührt.

Alles wird auf Zimmertemperatur abgekühlt, dann zusammengebracht, gut gerührt bis der Seifenleim anzieht. Dann kommen die anderen Zutaten wie Milch, Kräuter, Blüten, ätherische Öle, Parfümöl etc. dazu. Danach geht die Seife für mindestens 24 Stunden in die Formen.
Ist die Verseifung zur Ruhe gekommen, werden sie ausgeformt, geschnitten, gestempelt und zur Trocknung, für mindestens 8 Wochen, ins Regal gestellt. Zwischenzeitlich teste ich den pH- Wert. Wenn ich die Seifen freigebe, dann werden die Ränder „geschrubbelt“ und sie werden verpackt.

Allerdings unterliege ich als gewerbliche Seifensiederin und Kosmetikherstellerin der Kosmetikverordnung. Das heißt, jedes Produkt muss, von einem zertifizierten Labor, auf die Sicherheit für den menschlichen Gebrauch getestet werden. Dann wird die Rezeptur an die europäische Datenbank gemeldet und somit notifiziert. Für jeden Inhaltsstoff benötige ich Nachweise in Form von Zertifikaten, jeder Inhaltsstoff muss in einer Rohstoffverwaltung erfasst werden, für jede Seife muss ich ein Datenblatt mit den verwendeten Rohstoffen anlegen, jede Seife muss mit einer Rückstellprobe in einer Chargenverwaltung erfasst werden. Und dann darf die Seife endlich in den „Verkehr“, sprich, in den Verkauf.

Ich, als gewerbliche Seifensiederin, unterliege der ständigen Kontrolle des Amtes für Verbraucherschutz. Meine Seifenküche muss den gesetzlichen Vorgaben entsprechen. Ich muss versichern, dass ich nach Good Manufacturing Pratice arbeite, muss jederzeit auskunftsbereit sein und dem Mitarbeiter des Amtes uneingeschränkt Zugang gewähren. Und das alles für ein Stückchen Seife? Soviel Arbeit, Vorarbeit, Aufwand und Kosten für Seife? Das werden sich jetzt viele fragen. Ja- denn es schützt die Verbraucher, also die Kunden, vor Schaden!!!
Kaltverseifung

Impressionen unserer Arbeit

Manufaktur Mecklenburg-Vorpommern

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